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Klettern an künstlichen Kletteranlagen hat in den letzten Jahren in der BRD einen enormen Aufschwung erlebt. So stieg die Anzahl kommerzieller künstlicher Kletteranlagen von ca. 30 im Jahre 1995 auf mittlerweile annähernd 400. Hierin sind die Vielzahl von Anlagen, die in Schulen und Vereinen installiert sind, noch nicht enthalten. Ebenso erfreut sich das therapeutische Klettern in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Sowohl in der Physiotherapie, im Rahmen von präventiven und akuten Behandlungen, sowie in der Ergotherapie, beispielsweise bei der therapeutischen Behandlung von ADS/ADHS erkrankten Kindern, ist das Klettern nicht mehr wegzudenken. Dieses enorme und schnelle Wachstum bringt aber auch Probleme mit sich - nämlich wenn es um die Sicherheit der Anlagen und die Ausbildung der Mitarbeiter geht.

Der Sportkletterverband wurde im Mai 2003 gegründet, um die Interessen von Betreibern und Nutzern künstlicher Kletteranlagen in der BRD zu vertreten. Ziel des Verbandes ist die Förderung und Weiterentwicklung des Sportkletterns an künstlichen Kletteranlagen im Bereich des Breitensports. Zum anderen möchte der Verband die bestehende Lücke im Bereich der klettertechnischen Weiterbildung für Lehrer, Erzieher, Pädagogen, Therapeuten etc. schließen und bundesweit einheitliche Ausbildungsstandards schaffen.

Im Sportkletterverband existieren die Beiräte „Ausbildung” und „Sicherheit” an künstlichen Kletteranlagen. Die Mitglieder des Beirats „Ausbildung“ sind in erster Linie Praktiker, die tagtäglich Personen an künstlichen Kletteranlagen betreuen und sicherheitstechnisch einweisen. Ihre praktischen Erfahrungen sind die Grundlage für die fortlaufende Weiterentwicklung von Ausbildungen und Standards, die den Kletteranlagenbetreibern, durch qualifizierte Ausbildung ihrer Mitarbeiter, ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit garantieren. Die Mitglieder des Beirats „Sicherheit” an künstlichen Kletteranlagen sind i.d.R. selbst Betreiber künstlicher Kletteranlagen, deren Ziel es ist, verbindliche, gemeinsame Ausbildungs- und Sicherheitsstandards für den Betrieb künstlicher Kletteranlagen zu entwickeln und umzusetzen.

Die Mitgliedschaft im Beirat „Sicherheit” an künstlichen Kletteranlagen ist für Kletteranlagenbetreiber deshalb sehr interessant, da Sie durch die kostenfreien Ausbildungskontigente zum einen bei allen Mitarbeitern einheitliche Sicherheitsstandards gegenüber Dritten nachweisen können. Zum anderen wird hierdurch die Dienstleistungsqualität der Anlage enorm und nachhaltig gesteigert. Darüber hinaus kann durch die mögliche Qualifikation Externer bei wichtigen Kundengruppen wie z.B. Schulen eine besonders intensive und nachhaltige Kundenbindung hergestellt werden.

 

Noch ein Hinweis: Der Verband beschäftigt sich nicht mit dem alpinen Klettern, da hier ganz andere Maßstäbe gelten und angelegt werden müssen. Fragen, die hierzu bestehen, sind an die dafür zuständigen Fachabteilungen des Deutschen Alpenvereins in München oder an die Fachleute der jeweiligen DAV-Sektionen vor Ort zu richten.

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